Streuobst und Bergdörfer: Von Busenbach nach Ettlingen

Nachdem am Samstag das Wetter eher nach Schneefall aussah und es sogar eine Warnung gab, wegen Schneebruch den Wald nicht zu betreten, schien am Sonntag die Sonne wieder und lockte uns nach draußen. Diese Wanderung ist besonders geeignet für kalte Herbst- und Wintertage, da sie anfangs über die Ausläufer des Nordschwarzwalds auf der freien Fläche verläuft, später dann über die nach Süden gewandten Hänge des Albtals sich wieder nach Ettlingen herunterschraubt, mit tollen Ausblicken ins Rheintal!

Wir fuhren mit der S1/S11 von Karlsruhe nach Busenbach (sogar noch mit der City-Karte erreichbar!), überquerten an der Haltestelle die Albtalstraße und liefen gleich im Sonnenschein die Bahnhofstraße bergan (Markierung: blaue Raute). Am Spielplatz bogen wir dann mit der Markierung nach links ab, überquerten die Ettlinger Straße und wanderten im Wohngebiet am Waldrand entlang, vorbei an der Kapelle Maria Zuflucht bis zum Gelände des Kleintierzuchtvereins. Hier bogen wir auf dem Wirtschaftsweg nach rechts ab, um nach den Weg unter tropfenden Bäumen wieder über die sonnenbeschienenen Wiesen zu laufen. Wir kommen an Streuobstwiesen vorbei, Apfelbäume, auf denen noch die letzten Früchte hängen bzw. unter denen der Rest der Ernte verfault, während der erste Schnee vom Vortag die Felder bedeckt – interessante Ansicht.

Bergdörfer: Grünwettersbach und Palmbach

Wir liefen dann ohne größere Steigung, bogen am Ende des Wirtschaftswegs nach links ab (rechts sieht man schon dnr Ortseingang von Busenbach wieder) und wanderten nun immer gerade aus mit Blick auf Felder, Obstbäume, Pferdekoppeln, dann Palmbach, erst leicht ansteigend, später wieder langsam, dann stärker abwärts Richtung Grünwettersbach, einem der Karlsruher Höhenstadtteile oder Bergdörfer.

Direkt an der ersten Kreuzung des Dorfes orientierten wir uns am Wegweiser des Schwarzwaldvereins wieder um Richtung Ettlingen und bogen, wieder bergauf, scharf nach links ab. Bald liefen wir auf dem asphaltierten Feldweg wieder außerhalb des Dorfes, linkerhand mit tollem Blick auf die ansteigenden Höhen des Schwarzwalds, rechts auf die Felder. Am Ende stießen wir am Waldrand auf den Saumweg, der von rechts am Waldrand entlang kommend nun auf unsere Spur einbog. Wir folgten dem Waldweg und mussten an den zahlreichen kleinen und großen Ästen, die auf dem weiteren Weg auf dem Boden lagen, erkennen, dass die Schneebruchwarnung vom Vortag nicht ganz ohne Grund ausgesprochen war! Inzwischen tropfte es nur noch von den Blättern und wie bekamen auch mal eine Handvoll Schneematsch in den Kragen.

Albtal und Panoramaweg

Wir wanderten durch den lichten Buchenmischwald bis zur Wegkreuzung Kälberkopf und wandten uns dann nach links, in einem Bogen um den besagten Kopf herum und immer mal wieder mit einem Blick durch die Bäume ins Albtal und Richtung Höhen des Schwarzwalds. An der nächsten Gabelung folgen wir der Markierung nach links (war es die blaue oder die gelbe Raute?), im Links-Bogen abwärts. Hier waren die dünnen Stämme von jungen Birken und Ebereschen (?) von der Schneelast des Vortags, wenn nicht ganz gebrochen, so zu halbrunden Portalen gebogen, unter denen wir uns durcharbeiteten.

Bald wurde der Wald dann wieder lichter (mit Ausblick ins Albtal), wir nahmen am Wegweiser „oberer Vogelsruhweg“ den oberen der beiden Wege nach rechts, dem Verlauf des Albtals Richtung Ettlingen folgend. Wir stiegen kurz an, liefen dann aber eben durch niederen Wald, der uns wieder die Sonne genießen ließ. An der nächsten Kreuzung wählten wir den Weg links bergab, der nun steiler und steiniger ins Tal führte, immer wieder mit wunderbarer Aussicht. Am Ende dieses Abstiegs trafen wir dann auf den Ettlinger Panoramaweg, der erst nur leicht abfallend durch die Kleingärten am Robberg führte, vorbei am Weißen Haus. Hier öffnet sich nun der Blick aus dem Albtal heraus und das namensgebende Panorama tritt hervor: das Rheintal in seiner ganzen Breite, mit Vogesen und Pfälzer Wald im Hintergrund. Links schaut man am Schwarzwaldsaum entlang Richtung Süden. Am Ende des Kleingartengebiets bogen wir links in die Bismarckstraße, die uns durch ein nettes Ettlinger Wohngebiet hinab in das Alb-Städtchen führte. Ab hier kann man sich dann überlegen, ob man auf kürzestem Weg zum Stadtbahnhof läuft oder lieber, so wie wir, noch auf Kaffee und Kuchen in eines der hübschen Cafés der Ettlinger Altstadt einkehrt.

Die Rückfahrt jedenfalls erfolgt mit der S1 oder S11 im 20-Minutentakt. In nur einer Viertelstunde ist man schon wieder am Karlsruher Hauptbahnhof.

Strecke: 10km

Karte:


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