Hüttenrunde Neustadt: Hohe-Loog-Haus und Klausentalhütte

Blick vom Hohe-Loog-HausEine Variante zur beliebten Wanderung auf die Hohe Loog habe ich am zweiten Adventsamstag ausprobiert. Erst geht es auf das Hohe-Loog-Haus auf altbekanntem Weg. Statt dann aber im Wald oberhalb vom Hambacher Schloss zurück nach Neustadt zu wandern, sind wir dieses Mal unterhalb gelaufen: über die Klausentalhütte und durch die Weinberge.

Die Wanderung beginnt am Bahnhof von Neustadt: aus dem Bahnhof heraus links halten, an der Post vorbei und wieder links über die Brücke auf die andere Seite der Bahnlinie. Wahrscheinlich ist die Markierung „roter Punkt“ hier schon zu sehen, ich habe allerdings nicht darauf geachtet. Dieses Zeichen führt uns jedenfalls bis zum Hohe-Loog-Haus.
Falls das nicht ersichtlich ist: der Weg überquert die Straße und führt auf dem „Alten Viehweg“ bergauf – der erste richtige Anstieg des Tages. Aber wir wollen schließlich auf über 600m über dem Meer aufsteigen!
Am Ende des Viehwegs zeigt unsere Markierung nach rechts und wir laufen durch ein nettes Wohngebiet, bis die Straße wieder ansteigt. Kurz vor dem Kloster biegen wir links ab, wieder führt uns der rote Punkt. Im Serpentinen geht es auf einer holprigen Straße bergauf, vorbei am Freytag-Mausoleum.
Im Nollensattel zweigen ein paar Wege ab – wer mag, kann der Markierung Pfälzer Weinsteig folgen, die ebenfalls aufs Hohe-Loog-Haus führt. Alternativ kann man von hier einen Schlenker auf den Nollenkopf machen – dieser Weg stößt am Speierheld wieder zu uns. Unser Weg führt als breiter Pfad durch den Mischwald, wird dann steiler und mit ein paar Serpentinen erreichen wir die Wegspinne Speierheld mit der Schutzhütte. Der rote Punkt führt uns nun weniger steil, aber weiter bergauf. (Der Pfälzer Weinsteig kommt von rechts und führt links wieder fort von uns – dem können wir alternativ auch zum Gipfel folgen.) Wir durchwandern die Hohe-Loog-Ebene, durch lichten Kiefernwald, Erikasträucher und an Sandsteinbrocken vorbei.

Hohe-Loog-Haus

Kurz vor dem Schlussanstieg zum Hohe-Loog-Haus stößt auch der Weinsteig von links wieder zu uns. Nur noch wenige Meter und wir stehen auf der Terrasse vor dem Haus der Ortsgruppe Hambach des PWV und genießen die Aussicht auf die Kalmit, runter in die Rheinebene und sogar bis zu den Schwarzwaldhöhen. Im Sommer könnten wir direkt hier Platz nehmen und die verdiente Pause machen, im Winter lohnt es sich nach drinnen zu gehen und am Kachelofen zu sitzen.

Panoramafoto vom Hohe-Loog-Haus aus

Nach der Pause geht es wieder abwärts auf der bekannten Markierung roter Punkt. Wer will macht vorher noch den Abstecher auf den Hohe-Loog-Gipfel, der nur wenige Meter vom Haus entfernt liegt und Ausblicke ins Hinterland bietet, Richtung Nordwesten, tiefer in den Pfälzerwald hinein.

Am Bildbaum verlassen wir unsere bisherige Markierung und halten uns scharf links. Ein Wegweiser zeigt uns den Weg Richtung Klausentalhütte. Die Wegführung ist hier nicht so eindeutig, wir halten uns eher Richtung Osten, als links, als Richtung Süden. (Am Ende führen allerdings beide Wege ins Klausental hinunter.) Wir überqueren erst einen sandigen Fahrweg, zweigen dann aber bald rechts runter auf einen Pfad, der uns stetig abwärts führt, wieder durch schöne Kiefernwälder und immer mal wieder mit Ausblick ins Tal – einfach eine tolle Wanderung. Wir gehen hier unmarkiert, von Zeit zu Zeit gibt es einen Wegweiser, nach ca. 1,5 Kilometern nach dem Bildbaum gibt es eine kurze Serpentinenstrecke, die uns auf einen Fahrweg im Talgrund führt. Wir treffen hier auf die Markierung blauer Punkt, die vom Parkplatz am Hahenschritt herunterführt. Diesem Weg kann man talabwärts führen, wir gehen jedoch, malerischer, aber auch matschiger, runter zum Bachlauf auf den Brückenpfad (Wegweiser) und laufen mal links, mal rechts des Bachs bis zur Klausentalhütte.

Klausentalhütte

Die Klausentalhütte ist auch eine Hütte des Pfälzer-Wald-Vereins, aber verpachtet, was sich positiv auf die Öffnungszeiten auswirkt. Uns war es allerdings zu früh für eine nächste Pause, wir sind auf der Markierung blauer Punkte direkt weitergewandert.

Klausentalhütte

Wir gehen fast steigungsfrei auf einem Fahrweg durch die Weinberge, halblinks über uns sehen wir das Hambacher Schloss thronen. Von rechts stößt ein Weg zu uns, der mit der grünen Weintraube auf weißem Grund markiert ist: der Wanderweg Deutsche Weinstraße.

Hambacher Schloss

Diese Markierung führt uns nun zurück bis nach Neustadt. Erst auf der Fahrstraße auf den kleinen Weinort Diedesfeld zu, durch den Ort durch und unterhalb des Hambacher Schloss‘ entlang (wer will kann von hier aus einen Abstecher nach oben machen). Wir bleiben in den Weinbergen und kommen nach wenigen hundert Metern an den Ortsrand von Hambach. Hier biegt der Wanderweg nach links ab, durch eine Durchfahrt die Schlossstraße bergan. Wir halten uns an die grüne Weintraube, die ein Stück in dieses Tal hineinführt, uns die Fahrstraße überqueren lässt, bis wir rechts in den Kirchbergweg einbiegen, der hinter einigen Wohnhäusern entlang bald wieder in einen Forstweg mündet. Dieser lässt uns ebenen Fußes oberhalb der Reben weitergehen, bis wir schließlich wieder nach Hambach gelangen. Wir folgen unserer Markierung, teils auf dem Bürgersteig der Dorfstraßen, teils auf Fußpfaden zwischen Gärten und Hecken hindurch. So wandern wir die nächsten 1,5 Kilometer, bis wir wieder da ankommen, wo wir am Morgen schon vorbeigelaufen sind: auf die Neustädter Waldstraße und die Markierung roter Punkt. Hier geht es nach rechts und in 10 Minuten sind wir schon wieder am Bahnhof von Neustadt.

Die Rückfahrt nach Karlsruhe geht im Stundentakt mit dem RegionalExpress der Bahn in knapp einer Stunde, die ebenfalls stündlich verkehrende Regionalbahn braucht etwas länger.

Kommentar verfassen